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Zu schade für den Müll

In Österreichs Haushalten werden jährlich bis zu 157.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Essen wandert in den Müll statt in den Magen - ein soziales, ethisches, ökologisches und letztlich abfallwirtschaftliches Thema. Grund dafür sind zum einen die Konsumgewohnheiten, die Kenntnisse über das kochen, das Verarbeiten und richtige lagern von Lebensmittel aber auch das Wissen über Qualitätsmerkmale bei Lebensmittel nehmen ab. Der optische Anspruch vor allem an Obst und Gemüse ist gestiegen, welker Salat und schrumpelige Äpfel wandern in den Müll, Brot und Gebäck wird vorschnell als hart entsorgt und Mindesthaltbarkeitsdaten werden ohne nachzudenken quasi als "Todesurteil" angesehen und so landen noch genießbare Lebensmittel schnell im Mistkübel. Mangelnde Planung und Zeit im privaten Haushalt sowie Sonder- und Überangebote, die zum Kauf verleiten, kommen dazu.

Tipps zur Vermeidung von Haushaltsmüll:

  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis wann der Hersteller garantiert, dass das Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften behält. Durch sorgfältiges Riechen, Schauen und Schmecken ist es möglich, diese Produkte auch nach Ablauf dieses Datums noch zu verwenden.
  • Sorgfältiger sollte man das Verbrauchsdatum beachten, denn dieses wird bei leicht verderblichen Lebensmittel verwendet.
  • Speiseplan für ein paar Tage im Voraus erstellen.
  • Mit Einkaufsliste und ohne Hunger einkaufen.
  • Bei Großmengen (z.Bsp.: nimm 3 zahl 2) die Notwendigkeit und auch den Preis hinterfragen.
  • Regionale und saisonale Produkte bevorzugen.

Hier gibt es die Rezepte zum Nachkochen von unserem Kochkurs "Reste von gestern fürs Essen von heute".

 Rezepte zum Nachkochen